Fachbeitrag «Anforderungen an ein Dokument und Portfolio»

Dokumente richtig erstellen

Inhalt

1. Formale Anforderungen an ein Dokument
2. Erstellen einer Stückliste
3. Abgabe-Dateiformat ihres Dokuments
4. Das Portfolio

 

1. Formale Anforderungen an ein Dokument

Ein formal zufriedenstellendes Dokument besitzt folgende Elemente:

  • Kopfzeile und/oder Fusszeile: Darin muss der Titel des Dokuments, der Verfasser, eine Zeilennummerierung und die Anzahl aller Seiten angegeben sein. Die Kopf- und Fusszeile kann auf dem Titelblatt eine andere Erscheinungsform haben oder ganz weggelassen werden.
  • Titelblatt: Auf das Titelblatt gehört der Titel des Dokuments, ein Kurzbeschrieb, der Vorname und Familenname des Autors, das Datum und die Version des Dokuments. Bei kurzen Dokumenten (bis 2 Seiten) kann man, um etwas Papier zu sparen, auf das Titelblatt verzichten.
  • Inhaltsverzeichnis: Es enthält alle Überschriften und die Seitenzahl. Wenn man in Word konsequent mit Überschriften arbeitet, kann ein Inhaltsverzeichnis von Word selbständig erstellt und aktualisiert werden. Bei kurzen Dokumenten (bis 2 Seiten) kann man, um etwas Platz zu sparen, auf das Inhaltsverzeichnis verzichten.
  • Textkörper: Beginnend mit einer Überschrift. Kein Blocktext. Genügend Leerzeilen. Keine Textwüste produzieren.

Bevor sie ihre Dokumentation einreichen, lesen sie das Geschriebene nochmals sorgfältig durch und überprüfen sie auch die Formatierung. Leere Verweise in einem Inhaltsverzeichnis sind z.B. ein NoGo. Wenn auf ihrem Dokument kein Verfasser angegeben ist, kann die Bewertung auch keiner Person zugeordnet werden.

2. Erstellen einer Stückliste

Eine Stückliste oder Materialliste kann z.B. so aussehen:

  • Pos: Zeilennummer oder Durchnummerierung aller Positionen. Damit kann man bei längeren Stücklisten schnell eine bestimmte Position orten, falls Unklarheiten bestehen oder jemand eine Rückfrage hat.
  • Anz.: Stückanzahl, bei Meterware die Länge.
  • Bezeichnung: Eine kurze und prägnante Bezeichnung der Position wie z.B. «Notebook Microsoft Surface Pro FKK-00003».
  • Eigenschaften: Kurze Zusammenfassung des Produkts wie z.B. «12.3" 2736 x 1824 Pixels, Intel Iris Plus Graphics 640, Intel Core i7-7660U, 16GB RAM, 1TB SSD, WIN10pro, 1x USB 3.0, 1x Mini Display Port, WLAN».
  • Lieferant: Angabe zum Lieferanten wie z.B. «digitec.ch».
  • Artikelnr.: Artikelnummer beim Lieferanten, wo bestellt wird. Z.B.: «Art-Nr 6329010».
  • CHF / Stk: Preis pro Stück in z.B. Schweizer Franken.
  • CHF Summe: Preis pro Position. Ergibt sich durch Preis pro Stück multipliziert mit der Stückanzahl.

3. Abgabe-Dateiformat ihres Dokuments

Es empfiehlt sich, ein Word-Dokument in ein PDF-Dokument zu konvertieren und dies zusätzlich oder anstelle des Word-Dokuments einzureichen. Damit verhindert man, dass beim Empfänger und Leser infolge anderer Wordeinstellungen das Dokument entstellt und verrissen wird. Ausserdem kann man nicht immer erwarten, dass der Leser im Besitze von kostenpflichtigen Office-Produkten ist. Den Acrobat-Reader bzw. PDF-Reader von Adobe kann man hingegen kostenlos vom Internet herunterladen und installieren.

4. Das Portfolio

Jeder Lernende soll ein eigenes Portfolio führen. Darunter ist eine «Arbeitsmappe» in der Cloud (Aktuell BSCW) zu verstehen. Das Portfolio besteht aus dem persönlichen Top-Level-Verzeichnis mit der Benennung "Portfolio_Familienname_Vorname" und für jeden Schultag ein Unterverzeichnis mit der Benennung "mm_dd_yyyy" (04_17_2018 bedeutet den 17. April 2018), in das alle an diesem Schultag erstellten Dokumente gespeichert werden, wie z.B.:

  • Theoriezusammenfassungen
  • Lösungen zu schriftlichen Aufgaben
  • Installationsanleitungen
  • Illustrationen
  • Programmquellcodes
  • Unterrichtsreflexion (Selbstreflexion bzw. Selbsteinschätzung)
  • Weitere Dokumente nach Bedarf

Es werden folgende Dateiformate erwartet:

  • Keine Dokumentenverlinkung!
  • Textdokumente als PDF-Datei (Kein Word!)
  • Programmquellcodes als ASCII-Datei
  • Illustrationen als JPG- oder PDF-Datei
  • Eingescannte handschriftliche Arbeiten als JPG- oder PDF-Datei
  • Spezialformate gemäss Absprache

(Hinweis: Die Texte und Illustrationen bzw. die Unterrichtsreflexion eines einzelnen Unterrichtstages dürfen gerne auch in einem Dokument zusammengefasst werden. Inhaltsverzeichnis und Überschriften nicht vergessen. Wenn nicht, muss aus dem Dateinamen eindeutig der Zweck des Dokuments hervorgehen.)

Termine:

Das Portfolio soll zeitnah aktualisiert werden, insbesondere die Unterrichtsreflexion. Der Dozent kann ihnen vor Ende des Unterrichts noch etwas Zeit geben, um ihre Sammelmappe zu ergänzen.

  • Der Portfolio-Eintrag ist bis spätestent vor Beginn des darauf folgenden Unterrichtstages zu erstellen.
  • Wer am Unterricht nicht teilnehmen kann, ist verpflichtet, das Versäumte nach- bzw aufzuarbeiten und sein Portfolio bis vor Beginn des darauffolgenden Schultages zu aktualisieren.

Bewertung und Rückmeldungen:

  • Diese Sammelmappe wird vom Dozenten regelmässig eingesehen und allenfalls benotet. (Gemäss BIVO2014 darf eine solche Benotung bis zu 20% Anteil an der Modulnote haben).
  • Rückmeldungen zu Beiträgen aus der Sammelmappe auf Verlangen.

 

Was ist eine Unterrichtsreflexion?

In ihrer persönlichen täglichen Unterrichtsreflexion (ca. 20..50 Textzeilen) soll zeitnah (möglichst im Anschluss an den Unterricht) der soeben absolvierte Schultag reflektiert bzw. ihr Wissensstand und die neu erlangten Fachkompetenzen eingeschätzt werden. Er soll z.B. Fragen wie die folgenden beantworten:

  • Was habe ich in den vergangenen vier Lektionen eigentlich gemacht und hat sich die dafür aufgewendete Zeit auch gelohnt
  • Was habe ich neues dazugelernt
  • Was ist dabei für mich beruflich wichtig und relevant
  • Was ist mir gut bzw. weniger gut gelungen
  • So bin ich vorgegangen
  • Damit hatte ich Schwierigkeiten und so habe ich darauf reagiert